Geschichte Bornholms

Stadtbild von Rönne (Foto: Destination Bornholm) Stadtbild von Rönne (Foto: Destination Bornholm)

Die Ostsee-Insel Bornholm hat eine wechselvolle Geschichte aufzuweisen. Nach dem Ende der Eiszeit vor 10.000 Jahren wurde Bornholm besiedelt und war bis zur Wikingerzeit um 800 n. Chr. ein Handelsstützpunkt zwischen Skandinavien und Russland.

Seit dem 11. Jahrhundert streiten sich der dänische König und der Erzbischof der damals dänischen Stadt Lund um die Herrschaft über die Insel Bornholm, um 1250 entsteht die Festung Hammershus. Zwischen 1525 und 1576 wurde Bornholm an die Stadt Lübeck verpfändet, die schon seit 1500 die Insel mehrfach geplündert hatte.

Nach Auseinandersetzungen mit Schweden im Dreißigjährigen Krieg und zeitweiliger schwedischer Herrschaft gehört Bornholm seit 1658 endgültig zu Dänemark. Spätere schwedische Angriffe scheitern, zum Schutz dagegen wird die Insel Christiansø 1684 zur Festung ausgebaut. Ihre einzige Bewährungsprobe besteht diese Festung bei zwei britischen Angriffen während der Napoleonischen Kriege 1801 und 1807.

Am Ende des 19. Jahrhunderts wird Bornholm als Ferienziel entdeckt. Bis heute ist sie unser Urlaubern eine der beliebtesten Ostsee-Inseln.

Festungsturm mit Leuchtturm auf Christiansö (Foto: Rainer Höll)Zusammen mit ganz Dänemark wird auch Bornholm am 10. April 1940 von Nazideutschland besetzt. Mit Duldung und Hilfe der deutschen Besatzungsmacht gelingt es der Bornholmer Bevölkerung, zahlreiche dänische Juden nach Schweden zu bringen. Die ersten Maitage 1945 brachten zwar für Europa das Ende des Krieges, für Bornholm aber durch eine unglückliche Verkettung von Umständen sowjetische Bombenangriffe auf die Städte Rønne und Nexø, die beide stark zerstört wurden. Die darauf folgende sowjetische Besetzung dauerte bis zum April 1946.

Danach entwickelte sich Bornholm ähnlich wie andere Ostsee-Regionen zu einem Ferienzentrum mit überregionaler Bedeutung.

Aus der wechselhaften Geschichte heraus hat sich bis heute ein selbstbewusst-distanziertes Verhältnis der Bornholmer sowohl zum Mutterland Dänemark als auch zum nächstgelegenen Nachbarn Schweden erhalten. Schon die Entfernung zu Dänemark begünstigt die Eigenständigkeit der Bewohner. Angst vor den Schweden wie in früheren Zeiten der Geschichte haben die Bornholmer heute nicht mehr, ganz im Gegenteil sind sie als Urlauber willkommen und haben selbst tatkräftig bei der Überwindung der Kriegsschäden auf der Insel Bornholm geholfen.

Fotos: Destination Bornholm, Rainer Höll

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